Ägypten

Ausflug unter das Sternenzelt der Wüste Sinai’s

Sonnenuntergänge wie im Bilderbuch, ein Sternenhimmel, den ich so klar und leuchtend noch nie gesehen habe und eine Landschaft, die zum Träumen einlädt. Hier wird Gastfreundschaft noch groß geschrieben. Vielmehr ist man hier eigentlich Freund und nicht Gast. Zähneputzen, während das wildlebende Kamel an einem vorbeitrottet und die besten Thunfisch-Tomaten-Spaghetti der Welt.  Willkommen im Beduinencamp Negma Bedouin Star!

Ganz zufällig bin ich damals beim Stöbern im Internet über dieses kleine malerische Beduinencamp in Nuweiba gestolpert.

Da ich schon immer mal in einem Beduinencamp übernachten wollte, zögerte ich nicht und nahm Kontakt mit Patricia und Hassein, denen das Camp gehört, auf. Der erste Kontakt mit Patricia, die sich um alle Buchungen und Büroarbeiten kümmert, war superherzlich und sympathisch. Für unseren ersten Aufenthalt hatten wir 2 Nächte gebucht, was im Nachhinein eigentlich zu kurz war. Da wir das Camp aber nochmals ein zweites Mal besucht haben und das für 3 Nächte, konnte ich den ersten kurzen Aufenthalt verschmerzen 🙂

Negma Bedouin Star

Das Camp liegt etwas außerhalb von Nuweiba in Richtung Taba und ist gut ausgeschildert. Von Sharm El Sheikh aus, vorbei an Dahab, braucht man ca 2 bis 2 1/2 Stunden bis zum Camp. Das Beduinen – Camp ist perfekt um eine Auszeit von dem stressigen, getakteten und durchgeplanten Alltag zu nehmen. Hier wird das Leben noch auf einfachste Art und Weise gelebt.  Nach jedem Aufenthalten dort, war ich erholter und entspannter, als nach zwei Wochen Pauschalurlaub. Kein Handy, kein Stadtlärm, keinen Terminzwang oder des Gleichen. Alles was man hört und sieht, ist das knistern des Feuers, das Rauschen des Meeres, diese fantastische Landschaft und ab und an hört man ein Dromedar vorbeilaufen.

Von den Sonnenuntergängen und den sternenklaren Nächten ganz zu schweigen. Ich glaube, ich hab noch nie in meinem ganzen Leben so viele Sterne und Sternschnuppen gesehen. Oft lagen wir draußen vor unserem Bungalow und schliefen unter diesem traumhaften Sternenhimmel ein.
 

Hassein, der selbst Beduine ist und Patricia (die beiden sind übrigens glücklich verheiratet), bieten im Camp verschiedene Bungalowtypen an. Wir hatten immer das Glück, das einer direkt vorne am Meer frei war. Somit freute man sich abends beim zu Bett gehen, schon auf das Aufstehen am nächsten Morgen.

Patricia kommt ursprünglich aus den Niederlanden und pendelt immer zwischen Ägypten und ihrer Heimat.

 

Bei den beiden Urlaub machen, ist wie bei Freunden den Urlaub zu verbringen. Man wird mit einem herzlichen und warmen Lächeln empfangen und kein Wunsch bleibt offen.

Ich hab es geliebt bis spät in die Nacht am Lagerfeuer zu sitzen, dem Feuer und der Beduinenmusik zu lauschen, sich bei einer frisch aufgebrühten Tasse Beduinen-Tee und kleinen süßen Leckereien über den Tag und aktuelle  Neuigkeiten  auszutauschen. Hier steht der Gedanke, gemeinsam Zeit zu verbringen im Mittelpunkt.

 

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Das Essen war einfach aber immer superlecker. Thunfisch-Spaghetti mit frisch gefangenem Fisch vom Morgen, gegrillte Köstlichkeiten, Kaffee, Tee und frisch gebackenes Fladenbrot. Ein Fest für den Gaumen! Alles frisch gekocht und zubereitet und ganz ohne Geschmacksverstärker und Zusatzstoffe versteht sich 🙂

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Blue Hole Dahab

Kommen wir zu unseren Ausflügen während der Aufenthalte im Camp. Vom Camp aus gibt es jede Menge Ausflugsziele.

Unser erstes Ausflugsziel war das Blue Hole nahe Dahab. Schnorchelausrüstung eingepackt und los gings.

Das Blue Hole ist ein Loch im Dach des Küstensaumriffs, das von 70 m bis 110 m tief ins Meer abfällt. Hier sind auch viele Extremtaucher unterwegs. Wir waren aber nur wegen der schönen Oberriffe dort. Aus einigen Rifflöchern kamen Blasen und bildeten mit den vielen kleinen Fischschwärmen eine atemberaubende Kulisse. Nach unserem beeindruckenden Tauchgang gings zum Abendessen in die Stadt Dahab.

Bitte achtet hier auf Feiertage und Ferienzeiten, der angrenzenden Länder. Denn das Blue Hole ist nicht nur bei europäischen Touristen ein beliebtes Ausflugsziel. Schaut auch, dass ihr so früh wie möglich dort seid oder schlagt erst nach dem Mittagessen dort auf.

Dahab

Dahab ist ein kleines, ruhiges und nicht sehr touristisch erschlossenes Örtchen. Was mir persönlich sehr gefallen hat. Während Hassein, der uns den ganzen Tag begleitete und unser Fahrer war, das Auto auftanken ging und sich mit den Einheimischen unterhielt, sind wir Richtung Strand und Stadt losgegangen, um uns ein kleines Restaurant zum Essen zu suchen und natürlich fündig geworden. Davor ging es aber noch in eine kleine und gemütliche Strandbar. Während des Sonnenuntergangs und mit Meerblick, konnte wir entspannt unser Abendessen genießen.

 

Ich und die Katzen…

Wer mich kennt, weiß das ich eine absolute Katzentante bin und bei jeder Gelegenheit, die sich bietet, ich sofort bei den Katzen bin. In Dahab und auf unseren Ausflügen gabs natürlich genügend Katzen und wer war natürlich immer beim Katzen knuffen….

Ras Abu Galum

Weiter ging es zu unserem 2. Ausflugsziel in der Wüste Sinai’s. Um zum Ras Abu Galum (übersetzt: Kopf des Vaters Galum) zu gelangen, fährt man erst mal eine gute dreiviertelstunde durch die Wüste.  Das war vielleicht abenteuerlich, sag ich euch! Zwischendurch hatten wir auch mit einem geplatzten Reifen zu kämpfen, aber Hassein hatte natürlich einen Ersatzreifen dabei und war bestens ausgerüstet. In der Wüste machten wir ein paar Stopps um die Gegend zu erkunden und ein paar großartige Aufnahmen zu knipsen.

Nach gefühlten 5 Stunden im Jeep, erreichten wir endlich das Ras Abu Galum und was soll ich sagen, der Anblick, der sich uns bot, hat uns umgehauen. Dieses wunderbare blaue Wasser mit den Bergen im Hintergrund, sah aus wie eine Kulisse aus einem Hollywoodstreifen. Hassein fuhr bis an die Spitze zum Beduinendorf, wo wir letztendlich Halt machten. Wir erkundeten die Gegend, sammelten Muscheln, sahen den Kitesurfern zu und genossen die Ruhe und das Rauschen des Meers. Leider war es etwas zu frisch zum Baden, sonst hätten wir uns noch in unsere Badeklamotten geschmissen.

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Nach unserer Erkundungstour  wurden wir von den örtlichen Beduinen noch zum Tee, selbstgemachtem süßen Gebäck und Wasserpfeife eingeladen. Die Katzen ließen auch nicht lange auf sich warten und Schwups war ich wieder verschwunden. Gegen Abenddämmerung gings dann wieder zurück Richtung Camp.

Fazit

Das Camp, das wirklich liebevoll von Hassein und Patricia geführt wird, ist jedes Mal ein Besuch wert und ich werde, sobald ich wieder in Sharm El Sheikh bin, ihnen wieder ein Besuch abstatten. Erholung pur für alle Sinne! Mittlerweile gibts sogar ein Pool! Alf Shukran, für die tolle Zeit, die ihr uns beschert habt!

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