Karibik

Meine Reise nach Kuba

Mit Kuba habe ich mir den 3. Wunsch auf meiner “Reise-Bucketlist” erfüllt und es hat meine Erwartungen mehr als übertroffen. Ich liebe Kuba, da man hier nicht nur tollen Badeurlaub machen kann, sondern auch so viel Kultur erleben kann. Wir waren damals leider nur zwei Wochen. Wer kann, sollte wirklich 3 Wochen einplanen aber Minimum 2.

Habt ihr übrigens gewusst, dass Kuba eines der besten Gesundheitssysteme hat? Viele angehende Ärzte aus Amerika und aller Welt fliegen hier hin, um ihr Studium zu beenden und unter optimalen Bedingungen zu lernen.

Vielleicht lag es auch an unserem persönlichen Reiseführer, das uns Kuba so gut gefallen hat, aber selbst, wenn wir ihn nicht gehabt hätten, würde der Eindruck, der selbe bleiben. Was für eine tolle, atemberaubende, interessante und vielfältige Insel!

Ich hoffe Kuba bleibt noch lange vom amerikanischen Kapitalismus verschont, denn wenn der einzieht, verliert Kuba viel von seinem Charme!

Im Nachhinein betrachtet würde ich auch nicht mehr am Geld für den Flug sparen, denn unsere Variante war wirklich ziemlich stressig. Wir flogen von Stuttgart über Paris und dann nach Havanna. In Havanna erwartete uns dann noch ein einstündiger Transfer nach Varadero. Wir waren total gerädert und ein Tag war erst mal futsch. Direktfliegen ist auf jeden Fall entspannender. Ich fand auch Air France nicht wirklich bequem und vom Service her eher Mau.

Dann legen wir mal los…

Varadero

In Varadero befinden sich die meisten Hotels und hier steigen auch die meisten Pauschalurlauber ab. Leider auch wir. Im Nachhinein war es ein Fehler Pauschalurlaub zu buchen. Wir hätten eine Rundreise machen sollen oder mit dem Rucksack durch Kuba. Aber wir haben das Beste daraus gemacht und haben trotzdem viel erlebt und gesehen. Aber wir wollen nicht nur Schlechtes über Varadero sagen. Varadero selbst hat wunderschöne Strände und auch ein nettes Städtchen.

Wenn ihr nach Kuba fliegt, rate ich euch, lasst euch auf Hepatitis A und B impfen und trinkt bitte kein Wasser aus dem Hahn.

Da wir in der Regenzeit dort waren, hat uns das ein oder andere Mal auch der Regen erwischt. Der war dann aber nach 20 Minuten meistens vorbei und eigentlich bei dem heißen Wetter sehr angenehm. Der Himmel sah nach dem Regen immer faszinierend aus mit diesen super dunklen Wolken und ein paar Wölkchen weiter war dann wieder strahlend blauer Himmel. Sowas gibts auch nur in der Karibik! Das Wasser war ebenfalls immer sehr warm und sehr klar. Genauso klasse wie in der Dominikanischen Republik.

Havanna

Am 4. Tag ging es für uns dann ein paar Tage auf Achse und unser erster Stop war Havanna, die Hauptstadt Kubas. Schon von Zuhause aus erkundigte ich mich nach einem Fremdenführer und stieß auf Marciano. Marciano arbeitete über 15 Jahre als Reiseleiter für deutsche Reiseunternehmen und hatte sich vor ein paar Jahren selbstständig gemacht. Er ist Kubaner und kommt aus dem süßen Städtchen Matanzas, nahe Varadero. Wir hatten dann über Mail Kontakt und gestalteten unser Ausflugsprogramm. Marciano rettete uns wirklich unseren Kuba Urlaub und ermöglichte uns einen absolut authentischen Einblick in Kuba, auch aus der Sicht der Einheimischen.

Auf dem Weg nach Havanna , übrigens in unserem eigenen 50er Jahre Oldtimer, machten wir an einer Raststätte Pause, die der absolute Knüller war. Überall alte amerikanische Oldtimer. In jeder Farbe und Ausführung. Die einen auf Hochglanz poliert, die anderen voller Staub und Schmutz. Einfach absolut cool.

Was auch sehr faszinierend war, war die immergrüne Landschaft. Hier grün, da grün überall grün, grün, grün, grün. Als wäre ganz Kuba ein einziger großer, tropischer Regenwald.

Wo fang ich nur an mit unserem Programm in Havanna…

Als erstes bekamen wir natürlich eine kleine Stadtrundfahrt, vorbei am Havana Club Museum, am Malecon entlang, am Grand Teatro und am Capitol vorbei. Auf Kuba gelten zwei Währungen, einmal der CUC ,Peso convertible, für uns Touristen  und CUP Peso Cubano, für die Einheimischen)

1 CUC = 24,5 CUP    /             1 CUC = 1,12€

Folgende Sehenswürdigkeiten haben wir dann in Havanna besichtigt:

  • Havana Club Museum 

Jeder Rumliebhaber wird hier auf seine Kosten kommen. Nach der Führung durch das Museum gibts auch noch eine Rumverkostung. Das Museum gehört zu den MUSS´ in Havanna

  • Plaza de la Catedral mit der Kathedrale San   Cristóbal
  • Plaza Vieja

Was ihr gesehen haben müsst, ist die Altstadt Havannas (spanisch: La Habana Vieja), sie gehört zu einer der ältesten spanischen Kolonialsiedlungen.
Auf der Plaza Vieja befindet sich auch die Kirche San Cristobal. Vielen Bauten in Havanna  wurde bereits 1982 unter das UNESCO Weltkulturerbe gestellt, und werden seitdem stückweise mit viel Liebe restauriert.

  • Castillode la Real Fuerza
  • Plaza de la Revolución

Hier entstand auch das Bild was ihr rechts seht. Der Plaza de la Revolución ist umgeben vom Innen- und Außenministerium, auf denen die Bilder von Che Guevara und Fidel Castro angebracht sind.

  • San Francisco de Asís Square

Auch nochmal so ein wunderschönes Fleckchen mit eine tollen Kirche und bunten Artdeco Häusern. Um die Ecke liegt gleich das Havana Club Museum.

  • Christopher Columbus Friedhof

Ein der monumentalsten und größten Friedhöfe, die ich je gesehen habe 856 Hektar groß). Auch wenn es sich komisch anhört, aber besucht diesen Friedhof, absolut sehenswert! Schon fast eine eigene kleine “Toten – Stadt”. Überall Marmorgräber mit riesigen Marmorstatuen und pompösen Mausoleen.

  • Fortaleza de San Carlos de la Cabaña

Von der Festungsanlage habt ihr einen tollen Ausblick über Havanna. Wer den 8. Teil von Fast and Furious kennt und die Anfangsszene, die in Havanna spielt, weiß was ich meine.

  • Paseo del Prado

Ein langer Boulevard, der sich durch die Innenstadt Havannas zieht. Hier seht ihr wie die Einheimischen in jeden Schichten leben.

  • Calle Obispo

Die Shoppingmeile in Havanna. Souvenirs, Kaffee, Klamotten, Zigarren, Rum.. alles was das Herz begehrt.

  • Mittagessen im Hotel Florida
Was für ein Blickfang von Hotel! Alles noch im Kolonialstil gehalten, kann man hier ein wunderbares und leckeres Mittagessen genießen. Wir nutzten die Zeit um uns auch mal ein bisschen privat mit Marciano zu unterhalten und mehr über das Leben hier auf Kuba zu erfahren.
  • Auf den Spuren Ernest Hemingways

Marciano zeigte uns hier all die bekannten Ecken, Bars und Hotels, in den sich Hemingway früher aufhielte. Unter anderem die bekannte Bar El Floridita, die La Bodeguita Del Medio oder das Hotel Ambos Mundos.  In dieses Hotel entführte uns auch Marciano. Die Empfangshalle war wunderschön und dann gings hinter die Kulissen. Durch die Küche, rein in den kleinen engen Lastenaufzug

  • Taquechel Pharmacy Museum

Eine alte Apotheke wie man sie in den 20er und 30er Jahren vorgefunden hat.

  • Bacardi Building
  • Das Hotel Nacional

Einer der wohl berühmtesten Hotels in ganz Kuba mit dem Ausblick aufs Meer und den Malecon. In diesem Hotel übernachtete unter anderem schon Marlene Dietrich, Marilyn Monroe und andere große Hollywoodlegenden. Früher war sogar ein Casino darin untergebracht.  In den 40er Jahren war übrigens das Hotel Treffpunkt der örtlichen Mafia. Das Hotel gilt unter den Kubanern schon fast als nationales Heiligtum. Wir haben hier einen außerordentlich schönen Abend verbracht bei einem leckeren Mojito und klasse Musik. Ich kam mir schon fast vor wie in einem alten 30er Jahre -Hollywoodstreifen.

  • El Barrio Chino (Chinatown)
  • Usere Unterkunft in Havanna

Wir übernachteten in einer so genannten Casa Particular (Privatwohnung oder Privatzimmer).  Die Casa Particular führte die Schwester unseres Fahrers Carlos. In Kuba geht alles über Connections. Wir wurden herzlichst mit einem kleinen Umtrunk begrüßt. 5 verschiedene Sorten Rum standen zur Auswahl 🙂 Die Hausherrin kochte für uns ein sagenhaftes Abendessen und wir saßen noch stundenlang gemeinsam auf dem Balkon. Am nächsten Morgen erwartete uns ein gigantisches Frühstück mit allem was das Herz begehrt. Frisches Obst, Müsli, Omlette selbstgemachte Konfitüre, Kaffee, Saft.. für alles war gesorgt. 

Ich hab sicherlich das ein oder andere kleine Plätzchen noch vergessen, aber Havanna war wirklich der absolute Wahnsinn. Jeder der Kuba besucht, kommt nicht drumrum, dieser kulturreichen Stadt einen besucht abzustatten. Wir hatten das Glück auch vieles so echt und authentisch wie möglich erleben zu können, dank Marciano. Deswegen wurde er auch noch für unsere weiteren Ausflüge auf Kuba engagiert!

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Santa Clara

Santa Clara kennt man vor allem wegen den Revolutionsaufständen Che Guevaras.
Während der kubanischen Revolution gegen das Batista-Regime wurde die Stadt von Truppen Che Guevaras Rebellenarmee angegriffen, nachdem diese am Stadtrand einen gepanzerten Zug der Regierungsarmee mit Waffen und Nachschub stoppen und erbeuten konnten. Die Einnahme von Santa Clara gilt als die größte militärische Leistung Che Guevaras. Noch heute sieht man in dem großen grünen Gebäude, dass ihr unten auf dem Bild sehen könnt, Einschusslöcher, die während dieses Aufstandes entstanden.

In Santa Clara schauten wir uns die Stadt selbst natürlich an, das Mausoleum von Che Guevara und den oben genannten, gepanzerten, entgleisten Zug, den Che Guevara mit seiner Rebellenarmee angriff. Ich selbst fand das Mausoleum von Che Guevara sehr interessant. Dort findet man viele persönliche Ausstellungsstücke, Filmaufnahmen aus seiner Zeit und seine letzte Ruhestädte.

Trinidad

Von der Nordküste zur Südküste. Trinidad ist ein sehr malerisches, kleines Dörfchen und sehr hübsch anzusehen, hat allerdings nicht so viel Geschichte zu bieten wie Havanna oder Santa Clara. Das aristokratische “Zuckerstädtchen” verströmt noch heute die Atmosphäre der Kolonialzeit. Absolut ein Ausflug wert! Wir hatten an diesem Tag viel Zeit im Städtchen zu flanieren, das Kloster dort anzuschauen, herrliche Aufnahmen zu machen und kubanischen Kaffee im Städtchen zu genießen. Gegen Abend wurden wir zu einem kubanischen Abend eigeladen in der Örtlichen Dorfkneipe, mit viel Tanz, leckeren Drinks und kubanischer Musik. Das war ein Abend sag ich euch!

Auf dem Bild rechts seht ihr ein typisches Getränk, das aus Trinidad kommt. Weißer Rum mit Soda, Honig und einem Spritzer Zitrone. War richtig lecker!

El Nicho Wasserfälle

Nach den ganzen Städtetrips folgte endlich mal wieder ein bisschen Natur. Naja ein bisschen Natur ist untertrieben… ganz schön viel Natur! Gemeinsam mit Marciano und Carlos machten wir uns in unserem tollen Oldtimer auf den Weg nach El Nicho zu den El Nicho Wasserfällen. Dort angekommen fühlte ich mich ein bisschen wie in den Jurassic Park Filmen. Überall grün und die Berge dazu… fehlten nur noch die Dinos. Gutes Schuhwerk an, Bikini drunter und los ging es in den Wald.

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Wir kämpften uns durch Dickicht und balancierten auf Baumstämmen über die einzelnen Flüsschen, keuchten den Berg hoch und hatten danach eine bombastische Aussicht aufs Tal und der immergrünen Landschaft. Belohnt wurden wir dann zum Schluss mit tollen Wasserfällen und einer Abkühlung direkt unterhalb einer der Wasserfälle.

Cienfuegos

Cienfuegos was unser letzter Stop. Aufgrund ihrer Schönheit wird die Stadt auch Perle des Südens genannt und das stimmt allemal! Die Flaniermeile, die sich durch die Stadtmitte zieht, wurde mit sehr viel Liebe angelegt und die Gebäude dort sind super gepflegt, als wären sie erst vor 2 Tagen gestrichen worden. Wir nutzten die Zeit dort, um über den Markt zu schlendern, uns die Innenstadt anzuschauen und im Cafe, das treiben auf der Straße zu beobachten.

Allgemeines zu Kuba

Das Essen auf Kuba ist manchmal etwas gewöhnungsbedürftig, da die Einheimischen mit dem kochen müssen, was auf der Insel wächst und angebaut wird. (Embargo und so) Deswegen werdet ihr auch auf ganz Kuba zum Beispiel keine original Cola, Fanta usw finden..

Bitte vergesst nie eine Rolle Klopapier oder Tempos mitzunehmen, wenn ihr Ausflüge auf Kuba macht. Klospühlung und Papier gibts nur ganz selten oder gar nicht!

Die Kubaner selbst sind sehr hilfsbereit, aufgeschlossen und kinderlieb aber wehe du bestellst einen Caipirinha anstatt einem Mojito! Nationalstolz wird hier noch großgeschrieben!

In Kuba gibt es zwei Arten von Restaurants. Paladares (private Restaurants) sind hier die bessere Wahl, da hier der Preis wesentlich günstiger ist und die Qualität des Essens wunderbar. Das Gegenteil meistens davon sind die staatlichen Peso-und Devisenrestaurants.

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