Deutschland

Wandern am schönen Königssee

Heute stelle ich euch ein wunderschönes Outdoor-Ziel in Bayern vor.

Vor ein paar Wochen ging es für uns das erste Mal nach Berchtesgaden. Genauer gesagt an den Königssee. Wandern am Königssee stand schon länger auf meiner Liste.

Ich hatte schon einiges im Vorfeld über das Berchtesgadener Land gelesen und da wir beide gerne an der frischen Luft sind, kam der Ausflug wie gerufen. Wir wollten aber nicht den klassischen Touri-Ausflug machen und nur Boot fahren auf dem See, sondern auch was von der wunderschönen Landschaft sehen. Der Watzmann, der See, das Kehlsteinhaus in Sichtweite. Hier gibt’s wirklich sehr viel zu sehen.

Wir schmissen Komoot an und planten unsere Wanderung. Unter folgendem Link findet ihr unsere Wanderroute: https://www.komoot.de/tour/221954664?ref=wtd

Wir können diese Route sehr empfehlen. Allerdings ist das letzte Stück, den Reitsteig hinunter, sehr anstrengend, steil und sehr schmal und nicht unbedingt für Kleinkinder geeignet. Ihr solltet auf jeden Fall gut in Form sein und sehr gutes Schuhwerk tragen. (Wanderschuhe o.ä.)

Infos zum Wanderweg

Schwierigkeitsgrad: Schwer
Dauer: ca. 5 Stunden
Distanz: ca. 12 km
Bergauf: 80 m
Bergab: 1 230 m

Da ich es nicht nur bei Komoot belassen will, nehme ich euch nun mit auf unsere Wanderung .

Ich hatte schon leichte Panik während der Autofahrt, da wir eine Stunde zu spät waren und wir an einem Samstag natürlich dorthin fuhren. Überraschenderweise war es nicht so voll und überlaufen wie angenommen. Das lag aber auch sicherlich an dem durchwachsenen Wetter, dass aber später am Tag wieder besser wurde.

Wir kauften uns Karten für eine Bergfahrt bis zur Bergstation der Jennerbahn. Eine Bergfahrt kostet 24€. Tickets kann man auch im Vorfeld online erwerben. In ca. 10 Minuten erreicht man die Bergstation. Oben angekommen hat man eine grandiose Aussicht auf das Berchtesgadener Land.

Einflugschneise“ bis sich die vielen Leute auf die verschiedenen Wanderwege verteilten, war wirklich nicht angenehm.  Zwar hielten sich die meisten an die Abstandsregeln, aber „Bergfeeling“ geht anders. Zudem ist kurz unterhalb der Bergstation der Absprungpunkt für viele Paraglider. Erst nach der Mittelstation wurde es besser mit den vielen Leuten und zum Glück bogen wir dann ab auf den Königsweg Richtung Königsbachalm. Dieses Stück war eins der schönen Abschnitte des Wanderweges.

Blühende Bergwiesen, läutende Kuhglocken, Bergbachgeplätscher und keine Menschenseele unterwegs, außer meine bessere Hälfte und ich. Wie dringend hat mein Kopf diese Erholung nur gebraucht!

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Nach einem schönen Abstieg Richtung Königsbachalm, gabs natürlich für uns erst mal ein kühles Blondes auf der Alm mit herrlicher Sicht auf den Watzmann und den umliegenden Bergen.  Kann das Leben nicht immer so sein?

Nach unserem kleinen Päuschen ging’s für uns dann ein kurzes, aber steiles Stück bergauf Richtung Reitsteig. Ab hier wird der Wanderweg auch schmaler und steiniger. Nach einer guten halben Stunde durch den Wald, war er dann endlich zu sehen, der See. Zwar nur durch die Äste, aber selbst dieser Anblick war schon grandios.

Ab ca. 1000m wird’s dann wirklich anstrengend. Im Zickzack geht’s den schmalen Wanderweg vollends nach unten Richtung Bootsanlegestelle Kessel. Dieses letzte Stück verlangte nochmals einiges von uns ab und selbst meine gut trainierte bessere Hälfte war am Ende ziemlich platt vom Abstieg. Das letzte Stück zieht sich nämlich ordentlich. Im Sommer legt an der Bootsanlegestelle Kessel bei Bedarf alle 20-30 Minuten ein Boot an. Einfach die Schiebetafel am Steg auf Orange setzen und der Kapitän weiß, dass jemand mitmöchte.

Das erste was wir machten, als wir an der Bootsanlegestelle ankamen, war die Schuhe ausziehen und ins erfrischende nass tauchen. Ich schwöre, das hat gedampft! Als das Feuer an den Füßen einigermaßen gelöscht war, nahmen wir erst mal diesen wirklich atemberaubenden Anblick vor uns wahr. Das Glitzern vom See, im Hintergrund die Wallfahrtskirche St. Bartholomä und dahinter türmte sich der Watzmann auf. Einfach nur WOW!

Die Überfahrt nach Schönau eröffnete uns einen wunderbaren Anblick auf den See und einige Wasserfälle, die sich in den Bergen rund um den See versteckten. Überall entdeckt man kleine süße Buchten, die sich perfekt für eine Runde ungestörtes Schwimmen im See eignen. Ein Paddelboot mieten lohnt sich!

Für uns war die Wanderung ein anstrengendes, aber wunderbares Erlebnis und gleichzeitig die erste Wanderung für meine bessere Hälfte in alpennahem Gebiet. Die Wanderung ist übersäht von wunderschönen Panoramen und einem abwechslungsreichen Landschaftsbild. Allerdings nur mit guter Kondition zu empfehlen und keinesfalls mit Kleinkindern. Wir waren sicherlich nicht das letzte Mal dort und planen schon unsere nächste Tour ins Berchtesgadener Land.

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